Bis zu 6.000 Euro E-Auto-Prämie - aber warum kennt sie kaum jemand?

2 godzin temu
Umfrage: Einige Deutsche haben von neuer E-Auto-Prämie bisher nicht gehört. (Symbolbild) Jan Woitas/dpa

Jeder dritte Deutsche kennt die neue staatliche E-Auto-Prämie nicht. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Selbst unter den Informierten fühlt sich mehr als die Hälfte schlecht aufgeklärt – ein Problem für eine Förderung, die laut Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) die deutsche und europäische Autoindustrie ankurbeln soll.

Die Zahlen offenbaren eine deutliche Informationslücke: 34 Prozent der Befragten wissen nichts von der Prämie. Von den 2.100 befragten Personen zwischen dem 6. und 9. Februar gaben 42 Prozent an, sich eher schlecht informiert zu fühlen, weitere zwölf Prozent sogar sehr schlecht. Nur 32 Prozent fühlen sich eher gut informiert, sechs Prozent sehr gut.

Die Bewertungen fallen gemischt aus: 30 Prozent halten die Prämie für gut, zehn Prozent für sehr gut. Fast 20 Prozent bewerten sie als schlecht, 25 Prozent als mittelmäßig. Auf die Kaufbereitschaft hat sie kaum Einfluss: 53 Prozent sagen, die Förderung ändere nichts an ihren Plänen. Für 21 Prozent ist ein E-Auto grundsätzlich keine Option. Nur 14 Prozent macht die Prämie einen Kauf oder ein Leasing etwas wahrscheinlicher, sechs Prozent deutlich wahrscheinlicher.

Details zur Förderung

Die Prämie beträgt je nach Fahrzeugtyp und persönlichen Umständen zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Sie gilt für reine Elektroautos, Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Reichweitenverlängerung. Die Einkommensobergrenze liegt bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen pro Jahr, bei zwei Kindern bei 90.000 Euro. Nach Schneiders Angaben lagen in den vergangenen Jahren die Hälfte der Haushalte, die ein E-Auto erwarben, unter der 80.000-Euro-Grenze.

Geteilte Reaktionen

Das Bundesumweltministerium hatte die Förderung vor gut einem Monat angekündigt. Schneider prognostizierte im Januar einen Schub für die Autoindustrie. Tatsächlich bestätigten die Onlineplattformen Meinauto.de und Carwow sowie Thomas Peckruhn, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, einen deutlichen Anstieg des Kundeninteresses nach der Ankündigung.

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer kritisierte die Prämie jedoch scharf. Der Markt brauche kein solches «steuerfinanziertes Förderprogramm», da steigende Rabatte auf E-Autos die Verkäufe bereits vor Einführung der Förderung angekurbelt hätten.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren im vergangenen Jahr elf der meistregistrierten reinen Elektroautos vom VW-Konzern oder der BMW-Gruppe – angeführt vom VW ID.7 und VW ID.3. Bei den beliebten Plug-in-Hybriden stammten sieben der zehn populärsten Modelle von BMW, Mercedes oder dem VW-Konzern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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